Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen

Die Neuankömmlinge haben zumeist in ihrem Heimatland, auf der Flucht oder auch bei der Ankunft menschenunwürdige Verhältnisse erlebt und demütigende Erfahrungen gemacht. Viele sind traumatisiert, genaue Statistiken gibt es nicht, in den Medien wird häufig von einem Drittel gesprochen.

Während ein körperliches Trauma sichtbar ist, ist ein seelisches Trauma zunächst nicht sichtbar, es spielt sich im Innern ab: Ein lebensbedrohliches Ereignis, das die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten bei weitem übersteigt, löst Gefühle von Ohnmacht und Verlassenheit aus. Die natürlichen Gefahrenabwehrstrategien wie Kämpfen oder aus-der-Situation-fliehen sind nicht mehr möglich. Die absolute Hilflosigkeit führt zu Verzweiflung und Wut, oft auch Erstarrung und Dissoziation. Ein schreckliches Erlebnis führt nicht zwangsläufig zu einer Traumatisierung. In den ersten Wochen sind Schlafstörung, Verwirrtheit, Sprachlosigkeit, Schreckhaftigkeit und Alpträume normal, wenn sie jedoch länger andauern, sollte fachliche Hilfe aufgesucht werden.

In der Fortbildung werden folgende Themen besprochen:

  • Was sind Flashbacks und Trigger, wieso sind diese Symptome zunächst normal?
  • Woran kann ich erkennen, ob die anfänglichen Symptome mit der Zeit wieder abklingen oder ob eine Fachkraft hinzugezogen werden sollte?
  • Was kann ich als HelferIn in einer Krisensituation tun?
Termin: 
Donnerstag, 4. Mai 2017 - 19:00 bis 21:00
Ort: 
Treffpunkt Freiburg, Schwabentorring 2
ReferentIn/ ModeratorIn: 
Dipl. Psych. Regina Weiser, Psychotherapeutin (DGIP), Traumatherapeutin
Teilnahmegebühr: 
15 Euro (ermäßigt 5 Euro)
Anmeldeschluß: 
Freitag, 28. April 2017
Veranstalter: 
Treffpunkt Freiburg